Menhire in der Bretagne: Fundorte und Besuchstipps

Menhire (Hinkelsteine) der Bretagne Wer kennt sie nicht, die Menhire oder Hinkelsteine der Bretagne, die ein gewisser Obelix ausliefert...

Die Bretagne bewahrt eine außergewöhnlich dichte Landschaft aus aufgerichteten Steinen, Gräbern und Steinreihen. Wer Menhire sehen möchte, plant am besten nach Region: Die großen Anlagen bei Carnac und Locmariaquer liegen im Morbihan; einzelne eindrucksvolle Steine finden sich auch im Finistère, in den Côtes-d’Armor und in Ille-et-Vilaine.

Menhir, Dolmen und Alignement: der Unterschied

Ein Menhir ist ein einzelner, aufrecht aufgestellter großer Stein. Ein Dolmen besteht meist aus mehreren Tragsteinen und einer Deckplatte; viele Dolmen waren Teil von Grabanlagen. Als Alignements bezeichnet man Reihen oder Felder aus vielen Menhiren. Die Zusammenhänge der Megalithen, Dolmen und Menhire werden an den Anlagen besonders anschaulich. Wer sich für die Grabformen interessiert, findet bei den Dolmen der Bretagne weitere Beispiele.

Die wichtigsten Fundorte nach Region

Carnac und Umgebung im Morbihan: Die Steinreihen von Carnac sind die bekannteste Station und lassen sich gut mit einem Aufenthalt an der Megalithen-Küste verbinden. Für Zugang, Führungen, Öffnungszeiten und eventuelle Schutzmaßnahmen gelten die aktuellen Angaben der offiziellen Carnac Alignments. Gerade in der Hauptsaison lohnt es sich, Ankunftszeit und Parkplatz vorab festzulegen.

Locmariaquer am Golf von Morbihan: Hier liegt der zerbrochene Grand Menhir Brisé, ein außergewöhnlich großer prähistorischer Stein. Das Ziel passt gut zu einem Ausflug nach Locmariaquer und an den Golf von Morbihan. Für die Fahrt in die Südbretagne helfen die Hinweise zur Anreise in die Bretagne.

Finistère: Im Westen liegen viele Monumente nicht in einer einzigen Anlage, sondern verteilt in der Landschaft. Rund um Plourin sind die Menhire von Kergadiou ein markanter Anhaltspunkt. Für einen Tagesausflug lassen sich Küste, Orte und weitere Ziele im Finistère sinnvoll miteinander verbinden.

Côtes-d’Armor und Ille-et-Vilaine: Auch im Norden und Osten der Bretagne stehen einzelne Menhire, oft nahe Dörfern oder Feldern. Der Menhir du Champ-Dolent bei Dol-de-Bretagne zählt mit seiner Höhe zu den eindrucksvollsten Beispielen in Ille-et-Vilaine. Wer mehrere Stationen verbinden möchte, plant mit den Küsten der Bretagne und den jeweiligen Regionalzielen statt mit einer engen Rundroute.

Besuch praktisch planen

Viele Fundorte liegen im Freien und sind zu Fuß erreichbar; festes Schuhwerk ist deshalb sinnvoll. Bei größeren Anlagen können Wege saisonal gelenkt oder Bereiche zum Schutz der Monumente gesperrt sein. Aktuelle Regeln, Führungen und Zugänge stehen bei der jeweiligen Verwaltung oder dem örtlichen Fremdenverkehrsamt. Für Carnac bietet auch Brittany Tourism einen Überblick zur Reiseplanung.

Menhire sind archäologische Denkmäler, keine Klettersteine. Besucher bleiben auf den ausgewiesenen Wegen, betreten keine privaten Flächen und verzichten darauf, Steine zu berühren, zu besteigen oder Gegenstände darauf abzulegen. So bleiben die Orte auch bei wachsendem Besucherverkehr erhalten.

Ein Ausflug mit Küste und Wanderung

Die südliche Bretagne verbindet prähistorische Stätten mit Stränden, Häfen und Küstenwegen. Wer nach der Besichtigung noch draußen unterwegs sein möchte, findet bei den Wanderwegen der Bretagne passende Ideen. Für einen ruhigen Tagesablauf lohnt es sich, morgens eine Anlage zu besuchen und die Nachmittagszeit für Küste oder Ort einzuplanen.

Foto: VoyageMedia für Bretagne-Netz.de

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